Schreiben


Das Thema "Schreiben" interessiert mich seit Jahren. Bei der Recherche im Internet stieß ich auf das Forum des TextArt-Magazins, welches eine gute Platform ist, die eigenen Texte begutachten zu lassen.

 

Das Schreiben ist harte Arbeit, erfordert viel Disziplin und vor allem Ausdauer!

August 2015

"Katze in Not" und "Man sieht sich immer zweimal"

Ich saß auf dem Balkon, die Füße auf dem Geländer, genoss ein Stück

Pflaumenstreuselkuchen mit Vanilleeis und lauschte den Geräuschen um mich herum.

 

Es ist interessant was die Ohren alles wahrnehmen, wenn man ganz entspannt

ist. Vögel zwitscherten in der Birke vorm Balkon, Autos fuhren auf der ca. 500 m Luftlinie entfernten Bundesstraße, eine Waschmaschine schleuderte, Nachbarn unterhielten sich, Hunde bellten, ein Flugzeug flog über unser Haus, Blätter raschelten und und und. Ich könnte weiter fortfahren, doch ich wollte die Situation mit der Katze in Not nochmal Revue passieren lassen.

 

Ich war auf dem Weg zur Post als ich im Unterbewusstsein zwar wahrnahm, dass eine Katze miaute, dem jedoch keine Beachtung schenkte. Die Post hatte noch nicht geöffnet, so dass ich mich mit meinem Smartphone beschäftigen wollte.

 

Auf einmal nahm ich das Gespräch zwischen zwei Nachbarinnen wahr, die selber Katzen haben und sich gegenseitig fragten, ob das die eigene Katze auf dem Haselnussbaum in der Nähe der Postfiliale war.

 

Beide verneinten. Nachbar U. machte auf sich aufmerksam und informierte uns,

dass er die Feuerwehr angerufen hatte. Die Katze miaute schon seit Stunden. 

Die Feuerwehr antwortete jedoch, dass sie erst kommen, wenn die Katze abends immer noch auf dem Baum sitzen würde.

 

Tja, was tun? Die Katze miaute herzzerreißend. Ich schaute mir die Situation an und stellte

fest, dass die Katze sich eingeklemmt hatte und allein wirklich nicht frei zu kommen schien.

Weitere Nachbarn und ein junges Pärchen gesellten sich zu uns. Nachbarin N. holte eine Leiter und der junge Mann wurde gebeten, die Katze vom Baum herunterzuholen. Der erste Versuch misslang, weil die Leiter zu kurz war. Der zweite Versuch war erfolgreich, weil Nachbar L. eine längere Leiter zur Verfügung stellte.

 

Kaum hatte der junge Man die Katze auf den Boden gesetzt, lief sie schnell davon. Das Spektakel dauerte keine halbe Stunde.

 

...

 

Nachmittags, man glaubt es kaum, lief mir diese Katze bei der Dorfapotheke nochmal über den Weg. Sie war etwas zutraulicher und ließ sich streicheln. 

 

Wenn sie nicht von anderen Tieren verletzt oder von einem Auto angefahren wurde, miaut sie immer noch.

 

Mai 2014

Jacky & Morle

Zur Erinnerung an zwei liebenswerte Vierbeiner.

 

Jacky
Jacky

Jacky war der Hund, der mir die Angst vor großen Hunden (zumindest was Labradore betrifft) genommen hat.

 

Jacky zu beobachten war reines Vergnügen. Da brauchten wir kein Fernsehen. Er machte einen sehr zufriedenen Eindruck mit seiner Familie. Wir haben schnell dieses absolute Vertrauen in seine Familie wahrgenommen.

 

Ein paar Erinnerungen:

 

Kaum war der Feldweg erreicht, lief Jacky neben seinem Frauchen her und schaute fragend hoch: "Wann bekomme ich mein Leckerli?" Wer konnte seinem Blick schon wiederstehen? Ich glaube, kaum jemand.

 

In jungen Jahren ist er mit seinem Artgenossen-Kumpel über die Felder gewetzt, oder stubste seine Stofftiere mit der Schnauze auf die Terrasse: "Hey, ich möchte, dass jemand mit mir spielt!"

 

Wir vermissen sehr: sein herzliches Guten-Morgen-Bellen!!! 

 

Morle
Morle

"Morle, was machst du denn da? Gut, dass das Klaus nicht sieht." Morle schaute mich bitterböse an: "Kann ich jetzt noch nicht mal in Ruhe mein Geschäft erledigen? Geh fort." Er hatte in unsere Blumenrabatte ein Loch gegraben und wollte hineinsch..., was er letztendlich auch gemacht hatte.

 

Morle hatte uns, als wir nach Flehingen gezogen sind, mit einem Miauen begrüßt: "Wer seid ihr? Was wollt ihr hier?" Bis er irgendwann registriert hatte, dass wir jetzt täglich zu sehen sein werden und uns sehr gut mit seinem Frauchen verstehen. Sein Frauchen war seine Haupt-Bezugsperson, die ihn anfassen und streicheln durfte.

 

Es hatte Jahre gedauert, bis er es zugelassen hatte, dass wir unseren Handrücken zum Beschnuppern nach ihm ausstrecken durften. 

 

Sommer 2009

Hommage an unseren Hängesessel

 

Ein Hängesessel

zum Dösen und Träumen

 

Ein Hängesessel

zum Musik hören, Singen und Summen

 

Ein Hängesessel

zum Lesen, Schreiben und Staunen

 

Ein Hängesessel

zum Entspannen und den spielenden Kindern zu lauschen.

 

Ein Hängesessel

zum Nachdenken und Lösungen finden

 

Ein Hängesessel

mein Hängesessel

dein Hängesessel

unser Hängesessel

es gibt nichts Schöneres zum Faulenzen!!!